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Ursprung

Quelle: Fédération des Ascenseurs 

Schon die alten Ägypter?

Obwohl der römische Architekt Vitruvius die Entdeckung der Winde im Jahr 236 v. Chr. Archimedes zuschreibt, war der Bau der ägyptischen Pyramiden (etwa 3000 v. Chr.) kaum ohne eine Winde möglich. Diese Winde ist eine schöne Erfindung, denn dank der Laufrolle war es damit möglich, die Richtung der Kraftausübung zu verlagern und die Anzahl Arbeiter, die mit Hilfe des Seils ein Gewicht heben sollten, konnte beliebig erhöht werden. Da eine Vielzahl Beteiligter nicht immer praktisch war, musste man eine Lösung finden, um die Zugkraft zu mindern. Dieses schwierige Problem haben vermutlich die Römer gelöst.

Zirkusmaschinen

Um sich ihrer Leidenschaft für das Spiel hinzugeben, haben die Römer Zirkusse mit sehr komplexer Maschinerie gebaut, die Szenenwechsel ermöglichten, bei denen die meisten unserer modernen Theater vor Neid erblassen würden. Die Gladiatoren hatten die Ehre, in Kabinen mit einem System bestehend aus Winde, Laufrolle und Seilen angehoben zu werden. In Rom sind Archäologen im Kolosseum und in den Kaiserpalästen auf senkrechte Schächte gestoßen, die vermutlich für Lastenaufzüge mit Ausgleichsgewicht genutzt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte gab es immer mehr Hubsysteme mit oder ohne Ausgleichsgewicht, um immer schwerere Lasten zu befördern und immer höhere Gebäude zu bauen.

Das Ausgleichsgewicht

Mit dem Ausgleichsgewicht ist wesentlich weniger Zugkraft erforderlich, um eine Last anzuheben. Aus physikalischer Sicht wird die Kraft, die zum Anheben einer Last (W') erforderlich ist, durch die entsprechende Kraft zum Absenken des Ausgleichsgewichts (W'') ausgeglichen, der sich ergebende Kraftaufwand (W) ist gleich Null (abgesehen von der Reibung und wenn man bedenkt, dass zum Anheben die Trägheitskraft zu überwinden und beim Bremsen die Bewegungsenergie zu beherrschen ist). Das war die Geburtsstunde des allgemeinen Prinzips eines Aufzugs, wie wir ihn heute häufig sehen!

In Versailles fliegen die Stühle!

Bis zur Renaissance entwickeln sich mit fortschreitender Technik im Bauwesen und Warentransport immer mehr Hubsysteme (Winden, einfache Seilwinde mit Rückholrolle, Hydraulikhub, aber auch Schwenkkräne). Im 17. und 18. Jahrhundert tauchen neue Ideen und insbesondere ein neues Bedürfnis auf: der Personentransport. Der „fliegende Stuhl“, eine Art an einem Seil aufgehängter Sänfte, die durch ein Ausgleichsgewicht im Gleichgewicht gehalten wurde, tauchte im Schloss von Versailles auf, um Madame de Pompadour aus ihren Appartements in die ihres königlichen Geliebten zu „transportieren“. Er wurde jedoch mit Armkraft bewegt, was nicht wirklich praktisch ... und auch nicht sehr sicher war. Erst im 19. Jahrhundert wird das, was sich später zum modernen Aufzug oder Lastenaufzug entwickelt, von einem Motor angetrieben.

Mit Wasser und Dampf!

Im 19. Jahrhundert wurden mehrere Energiearten für die Hubgeräte verwendet, insbesondere Hydraulik- und Dampfkraft. Eine Dampfmaschine bewegte das Kabel mittels Laufrollen. Schließlich brauchte der Mensch nur noch einen Hebel umzulegen, um schwerste Lasten anzuheben. So konnten Fabriken und Gebäude gebaut werden und so konnte man tief unter die Erde gelangen, um die Schätze aus dem Unterboden abzubauen. Aufgrund von Kabelbruch kam es häufig zu Unfällen und jede Fahrt war gleichzeitig auch ein Risiko. Da kam einem Amerikaner eine geniale Idee...

Wie den Absturz vermeiden? Mit der Fangsicherung!

1853 hat der amerikanische Mechanikermeister Elisha Graves Otis die Fangsicherung entwickelt, ein Sicherheitssystem, das die Kabine im Falle eines Kabelbruchs hält. Bei einer Ausstellung in der Eingangshalle des Crystal Palace, der Ausstellungshalle in New York bewies er die Sachdienlichkeit seiner Erfindung. Diese revolutionäre Fangsicherung macht die Entwicklung der senkrechten Personenbeförderung möglich. Im März 1857 installiert der Erfinder im Porzellangeschäft E. U. Haughtwout & Co den ersten öffentlichen Aufzug über fünf Stockwerke. Bei einer Traglast von 450 kg wurde er von einer Dampfmaschine angetrieben und erreichte eine Geschwindigkeit von 0,2 m/Sek. Jetzt fehlte nur noch ein Name für dieses Gerät. Ein Franzose taufte es 1867.

Das Ende der Pionierzeit

1867 stellte Léon Edoux auf der Weltausstellung in Paris zwei Hydraulikhubvorrichtungen für den Materialtransport auf Baustellen vor. Er nannte sie „Aufzug“. Für die Weltausstellung 1878 installierte er in einem der Türme des Trocadéro-Palastes einen Hydraulikaufzug, der 80 Passagiere bei einer Geschwindigkeit von 1,10 m/Sek. in 60 Meter Höhe befördern konnte. Anlässlich der Industriemesse in Mannheim stellten Werner Siemens und Hulstie 1880 den ersten elektrischen Aufzug vor. Dieses Gerät erreichte in 11 Sekunden 22 m Höhe. Das war ein schöner Abschluss der Pionierzeit. Der Aufzug war aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken und wurde immer zuverlässiger und komfortabler.

Die Moderne

  • Anfang des Jahrhunderts tauchen in den USA die Wolkenkratzer auf. Schon Ende des 19. Jahrhunderts hatte man in den USA schnell verstanden, dass man mit dem Aufzug in die Höhe bauen kann. Mit dem „Flat Iron“ beginnt 1902 die Ära der Wolkenkratzer in New York.
  • In Frankreich ein prestigeträchtiges Element der Architektur
  • Die 50er Jahre: Wiederaufbau und Industrialisierung
  • Die 60er und 70er Jahre: Die Ära großer Einheiten
  • Die 80er Jahre: Die Chips beherrschen alles, die Architektur gewinnt die Oberhand
  • Die 90er Jahre: Der Fortschritt ist für Jedermann zugänglich, der Aufzug wird immer schneller, immer sicherer und immer komfortabler. Unvorhergesehene Situationen können heute dank der Mikro-Informatik beherrscht werden. Der Aufzug ist intelligenter, fördert optimalen Verkehr und macht ihn flüssiger. In physischer wie auch in psychologischer Hinsicht bietet die Weiterentwicklung der Kabine dem Benutzer bessere Bedingungen.

Der Aufzug der Zukunft

Zu Beginn des neuen Jahrtausends konzentrieren sich die Aufzugtechniker bei ihrer permanenten Suche nach neuen Entwicklungen auf drei Hauptbereiche:

  • den Aufzug für Jedermann (sogar in Mehrfamilienhäusern mit nur zwei oder drei Stockwerken, sogar in Einfamilienhäusern),den Aufzug, der mit den Insassen und der Außenwelt kommuniziert, den menschlichen Aufzug mit einem Dekor und einer Ausstattung, die die Benutzung angenehmer machen.
  • zu den Fortschritten, die vermutlich den Anfang des 21.Jahrhunderts am stärksten prägen, zählen insbesondere der Aufzug ohne Triebwerksraum und die Fernüberwachung der Aufzüge.
  • Die Fernüberwachung: Fernalarm- oder Fernüberwachungssysteme ermöglichen es der in einer Kabine eingeschlossenen Person, schnell mit dem Notdienst Kontakt aufzunehmen und bis zum Eintreffen eines Technikers in Kontakt zu bleiben.